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15.03.2019 Kategorie: SWH News

Nach dem großen Knall: Die Stadtwerke Homburg bewerten Pleitewelle von Energiediscountern kritisch


Kein Fernsehabend verläuft ohne die Werbung von Vergleichsportalen und von bunde-weiten Energieanbietern. Aktuell häufen sich im Gegenzug die Insolvenzen der sog. „Energiediscounter“. Nach Expertenmeinung ist in diesem Jahr mit einer zweistelligen Anzahl von Firmenpleiten im Energiemarkt zu rechnen.

Die Ursachen

Wie kommt es zu dem großen Knall? Dazu erläutert Heike Stärkle, bei den Stadtwerken Homburg verantwortlich für Energievertrieb und -beschaffung: „Manche Mitbewerber setzen offensichtlich mit einer falschen Beschaffungsstrategie auf sinkende Großhandelspreise und kaufen Energie erst spät ein, wenn Sie die Endkunden bereits unter Vertrag haben. Das kann funktionieren - aber in Zeiten aktuell steigender Preise kann das auch ins Auge gehen. Vermutlich kalkulieren aggressive Anbieter einen Verlust im ersten Jahr bereits ein und hoffen, dass die Hälfte der Kunden im zweiten Jahr – bei dann meist deutlich höheren Preisen - nicht mehr wechseln. Wenn aber, wie kürzlich geschehen, Kunden bei Preis-änderungen schneller und in einem höheren Maß wechseln als angenommen, führt das wirtschaftlich ins Aus. Von den fremden Lieferanten bzw. Energiediscountern müssen übrigens für die Durchleitung des Stroms an unseren Netzbetrieb Entgelte gezahlt werden. Dies bedeutet bei einer Insolvenz des Energiediscounters immer Forderungsausfälle, welche dann in der Gesamtbetrachtung die Netzentgelte für alle verteuern. “

Aufgefangen

Im Insolvenzfall eines Anbieters springen die Stadtwerke Homburg im Rahmen der sog. Ersatzversorgung ein und liefern Strom und Erdgas ohne Unterbrechung an die Haushalte. Dann können betroffene Verbraucher wieder neue Verträge abschließen. Dazu Edeltraut Dreißigacker, Teamleiterin des Kundenservice der Stadtwerke Homburg: „Die Ersatz-versorgung bzw. die sog. Grundversorgung sind etwas teurer als unsere üblichen Verträge mit der Laufzeit von 1 Jahr, die sog. Sonderverträge. Das liegt daran, dass wir Energie am Markt langfristiger für diese Kunden beschaffen können. Für die Ersatzversorgung müssen wir dagegen sehr kurzfristig Mengen am Markt beschaffen. Schwierig wird es, wenn plötzlich mehrere hundert Kunden von einer Insolvenz betroffen sind, wie jüngst geschehen. Wir konnten zuletzt jedoch Kunden aus der Ersatzversorgung heraus von unseren Sonder-verträgen überzeugen und dadurch zurückgewinnen. Anzumerken ist noch, dass die Preise bei Grund- und Ersatzversorgung lediglich 4 bis 5 Prozent teurer als die Sonderverträge sind, was oft als erheblich teurer dargestellt wird. Wir kalkulieren nachhaltig und machen keine Lockvogelangebote.“

Günstig statt billig

„Ich rate immer dazu, die Preisbestandteile, wie z.B. Vorauszahlungen und Bonuszahlungen, in Online-Portalen genau unter die Lupe zu nehmen. Wir wollen uns dem Wettbewerb durch günstige und faire Preise stellen, können jedoch nicht jeden Preiskampf mitmachen. Neben fairen Preisen bieten wir eine gute Beratung und Förderprogramme zum sparsamen Umgang mit Energie. Davon profitieren die Kundinnen und Kunden und gleichzeitig die Umwelt.“, so Energieberater und Projektleiter Energiedienstleistungen Markus Müller.

Kontakt: Rückfragen zu Strompreisen und Vertragsangeboten beantwortet das Team des Kundenservice der Stadtwerke Homburg unter der Rufnummer 06841- 694 230 oder per mail unter kundenservice@stadtwerke-homburg.de. Preisinformationen bieten die Stadtwerke im Internet unter www.stadtwerke-homburg.de/energie


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