

Die Stadtwerke Homburg
"Die Chancen nutzen"
Die Stadtwerke Homburg GmbH beliefert als modernes Dienstleistungsunternehmen industrielle, kommunale und private Kunden mit Strom, Erdgas, Trinkwasser und Fernwärme.
Das Unternehmen beschäftigt derzeit etwa 140 Mitarbeiter und blickt auf eine lange Tradition zurück.
Bereits 1896 beschloss der Homburger Stadtrat die Gründung der Stadtwerke. 1897 nahmen dann die Stadtwerke ihrem Betrieb auf und lieferten Elektrizität und Trinkwasser.
Der selbst produzierte Strom gewährleistete gleichzeitig den Betrieb von zwei Elektropumpen in den beiden ersten Brunnen.
Insbesondere Gewerbe- und Industriekunden sollten von dieser Neuerung angezogen werden - ein Konzept, das gelang.
Heute ist Homburg ein wichtiger Industriestandort mit rund 30.000 Arbeitsplätzen.
Die elektrische Energie entwickelte sich aus kleinen Anfängen heraus zu einem der wichtigsten Energieträger in der industriellen Produktion. So stieg der Energieverbrauch von 150.000 Kilowattstunden Strom in Homburg im Jahr 1900, auf rund 3,2 Mio. Kilowattstunden im Jahr 1921. Noch 1909 waren erst 62 der 706 Gemeinden in der Pfalz an eine zentrale Stromversorgung angeschlossen. Die Entscheidung der Homburger Stadtväter, eigene Stadtwerke zu gründen und dafür die fünffache Summe des städtischen Jahreshaushalts als Kredit aufzunehmen, hat sich als zukunftsweisender Schritt erwiesen.
Seit 1908 gehört auch die Gasversorgung zu den Geschäftsfeldern der Stadtwerke Homburg. Damals erzeugten die Stadtwerke das Gas aus Steinkohle noch selbst. In den 1930er Jahren war das Unternehmen an das Netz der Ferngasversorgung angeschlossen und die Eigenerzeugung wurde eingestellt. Ihren Siegeszug erreichte die Gasversorgung mit der Umstellung auf den schadstoffarmen Energieträger Erdgas. Mittlerweile besitzen zwei Drittel aller Homburger Haushalte einen Erdgasanschluss.
Eine wachsende Bevölkerung und neue Industriesiedlungen erhöhten in den 1950er Jahren die Anforderungen an die Energie- und Erdgasversorgung. 1955 nahm der neue Wasserbereich der Stadtwerke in der Brunnenstraße, nahe dem Freibad, seinen Probebetrieb auf.
Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreform kamen 1974 die Orte Einöd, Jägersburg, Kirrberg und Wörschweiler zu Homburg. Die Gemeindewerke Einöd und Jägersburg wurden in die Stadtwerke integriert.
1988 veröffentlichten die Stadtwerke Homburg als eines der ersten saarländischen Energieunternehmen ein kommunales Energiekonzept, als eine dauerhafte Strategie zur Vermeidung von Luftschadstoffen und zur Energieeinsparung.
Der Ausbau der Erdgasversorgung und die Schaffung einer umfassenden Energieberatung dokumentieren das Leitmotiv, das in der Zeit entstand.
" Mit Energie auf neuen Wegen!" Unter diesem Leitmotiv lassen auch 1989 die Umwandlung der Stadtwerke in eine GmbH und 1991 die Übernahme der Stromnetze in Kirrberg, Wörschweiler, sowie in Neu- und Altbreitenfelderhof fassen.
Im gleichen Jahr nahm das Heizkraftwerk an der Kirrberger Landstraße seinen Betrieb auf. Die Heizkraftwerk Homburg GmbH (HKH) ist ein gemeinsames Tochterunternehmen (vormals STEAG Saar Energie) und den Stadtwerken Homburg. Mittlerweile hat das HKH auch die Verantwortung für das Fernwärmenetz übernommen.
Weitere wichtige Schritte in der Unternehmensgeschichte sind 1990 der Neubau des Wasserwerks in Kirrberg und 1995 der Neubau des Verwaltungsgebäudes in der Lessingstraße 3.
Im Zuge der Öffnung der Energiemärkte gingen die Stadtwerke Homburg zwei wichtige Partnerschaften ein: Im März 2000 beteiligte sich die Thüga AG München mit 24,9% an den Stadtwerken Homburg. Seit dem 01. Januar 2002 ist die Enovos Deutschland SE Saarbrücken mit 10% an den Stadtwerken beteiligt. Im Gegenzug erhielten die Stadtwerke Homburg, die Erdgasnetze in der Westpfalz in Waldmohr, Schönenberg- Kübelberg, Bruchmühlbach- Miesau, Gries und Mittelbrunn.
Im Wettbewerb um neue Konzessionen konnten die Stadtwerke Homburg 2009 als neue Erdgaskonzession die Gemeinde Brücken hinzugewinnen. In den Folgejahren gelang es, bestehende Konzessionen in der Stadt Homburg sowie in den Gemeinden Schönenberg-Kübelberg, Waldmohr und in Gries zu verlängern. Die Stadtwerke Homburg behaupten sich erfolgreich im geöffneten Markt: Sie bauten 2006 eine strukturierte Energiebeschaffung auf und beliefern seitdem bundesweit Industrie- und Gewerbekunden mit Strom und in Kürze auch mit Erdgas.
Die Stadtwerke Homburg sind durch mehrere Beteiligungen in ein starkes Netzwerk eingebunden. Seit 2002 sind die Stadtwerke Homburg an der Syneco, der Energiehandelsplattform der Thüga AG in München, beteiligt. Seit 2009 gehören den Stadtwerken Homburg über die Beteiligungsgesellschaft KOM9 Anteile der Thüga AG. Das Engagement für den Ausbau der Energieerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse werden in zwei weiteren Beteiligungen der Stadtwerke Homburg verstärkt: Seit 2010 durch die Beteiligung an der Thüga-Erneuerbare-Energie-Gesellschaft und seit 2011 durch den Erwerb von Anteilen an dem Windpark Wremen (Niedersachsen) und dem Solarkraftwerk in Ahorn (Baden Württemberg). Seit 2012 sind die Stadtwerke Homburg – zusammen mit 15 kommunalen Energieunternehmen aus dem Saarland – an dem regionalen Energieunternehmen VSE AG mit Sitz in Saarbrücken beteiligt. Die Beteiligung erfolgt über die Kommunale Beteiligungsgesellschaft Saar mbH (KBS) in Neunkirchen, die insgesamt 15,33 Prozent des Grundkapitals der VSE übernommen hat. Kostenvorteile erreichen die Stadtwerke Homburg durch ihre Kooperation mit der KEW, dem kommunalen Energieversorgungsunternehmen im benachbarten Neunkirchen.
Unter dem Motto „Wir arbeiten schon heute für morgen“ engagieren Sie sich seit Jahren für den Ausbau Erneuerbarer Energien, den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und die Nutzung energieeffizienter Technologien. Mit eigenen Fotovoltaik-Anlagen und mit Kundenanlagen beträgt die installierte Leistung aller Fotovoltaik-Module in Homburg im Jahr 2012 rund 14 MW.
Aktuell planen die Stadtwerke Homburg zusammen mit Partnern einen eigenen Windpark. Über ihre Beteiligungen, wie z.B. an der Thüga-Erneuerbare Energien- Gesellschaft in München und über Anlagen der Enovos in Saarbrücken, engagieren sich die Stadtwerke Homburg zusätzlich an bundesweiten Projekten zum Ausbau Erneuerbarer Energien.